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Riesenkarpfen gefangen
Studie Wertschöpfungskompetenz

- Das Ergebnis nach 18 Monaten Arbeit: Prof. Thierstein (links) übergibt den Endbericht der Studie Wertschöpfungskompetenz an Frau Monika Bachinger (Leiterin der IRMA-Geschäftsstelle), Thomas Sigi (Personalvorstand der AUDI AG und Vorsitzender von IRMA e.V.) und Dr. Gunther Bös (Leiter Standortprojekte und Projektleiter der Studie).

- Über 220 Teilnehmer tauschten sich über die Ergebnisse der Studie und die darin enthaltenen Handlungsempfehlungen aus.
Vielfalt in der Region Ingolstadt - Neue Kompetenzen und Wertschöpfung
Die Region Ingolstadt weist eine sehr vitale Wirtschaftsstruktur auf. So investieren die Unternehmen in der Region überdurchschnittlich in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Wertschöpfung der Region Ingolstadt – Bilanzierung von Wissens- und Innovationskapital”, die am 5.07.2011 von der AUDI AG und der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. (IRMA) vorgestellt wurde. Wie die Forschungsergebnisse aber auch zeigen, gibt es noch viel Potenzial in der branchenübergreifenden Zusammenarbeit der Unternehmen.
„Die Erkenntnisse aus der Studie helfen, die Region erfolgreicher und attraktiver zu gestalten“, betont IRMA-Vorstandsvorsitzender und Audi-Personalvorstand Thomas Sigi: „Neben den qualifizierten Arbeitskräften spielt dabei vor allem die Vernetzung eine entscheidende Rolle.“ Bei ihrem Engagement konzentriert sich IRMA mit Unterstützung der regionalen Unternehmen deshalb künftig auf die Verbesserung der Zusammenarbeit. Dazu arbeiten rund 70 Unternehmens- und Hochschulvertreter in Arbeitsgruppen in den acht Kernbereichen: Mobilität, Verkehr und Gastronomie Gaimersheim, Integrale Sicherheit, Logistik, Gesundheitswirtschaft, Informationsmanagement, virtuelle Entwicklung und Gründerlandschaft.
„Jetzt fängt die eigentliche Arbeit erst an“, sagt Dr. Gunther Bös, Projektleiter der Studie und Leiter Standortprojekte der AUDI AG: „Alle Vertreter der Arbeitsgruppen arbeiten mit Elan an der Umsetzung der Projekte, um die Situation für die ansässigen Unternehmen, die Hochschulen und die Verbände weiter zu verbessern und rasch einen Mehrwert zu schaffen. Der Erfolg beruht auch auf der Mitgestaltung von außen“. Eine erste Analyse kann Bös bereits beim Thema „Verkehr und Gastronomie Gaimersheim“ geben. Hier bestehe Handlungsbedarf bei der schwierigen Parkplatzsituation im Gewerbegebiet Gaimersheim, beim Shuttle Service sowie bei der Verpflegung der dort Beschäftigten.
„Vor allem bei der Integration kleiner- und mittelständischer Unternehmen bieten sich noch große Möglichkeiten”, erläutert Alain Thierstein, Professor für Raumentwicklung an der Technischen Universität München bei der Vorstellung der Studienergebnisse. Die Mobilitäts-, Energie- und Gesundheitswirtschaft stellen die drei zentralen Wertschöpfungsfelder der Untersuchung dar. Ein wesentliches Ergebnis daraus ist, dass zwar die Großbetriebe der Region gut miteinander vernetzt sind, die große Zahl der Mittelständler jedoch kaum. „Der Aufbau von Netzwerken ist daher eine wichtige Plattform für die Anbahnung und Intensivierung von Kooperationen“, erklärt Thierstein.
Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass es bei der Gründungsförderung – trotz guter Ausgangslage – wesentliche Barrieren zur Gründung eines neuen Unternehmens gibt. Dazu zählen die geringe Kooperationsbereitschaft, die Dominanz der etablierten Unternehmen und der Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten. Dies wurde von den befragten Unternehmensgründern vorrangig genannt. Basis der Untersuchung bildete die Befragung von rund 900 Betrieben und wissenschaftlicher Einrichtungen aus der Region.
Die Studie wurde von der TU München, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sowie weiteren Partnern im Auftrag der AUDI AG und IRMA durchgeführt.




