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Audi baut Produktion in der Region weiter aus
Der Automobilhersteller expandiert nach Münchsmünster
Seit Jahren wächst der Audi-Standort Ingolstadt – doch die zur Verfügung stehende Fläche ist begrenzt. Um das Werk strukturell zu entlasten, hat Audi im Industriepark Münchsmünster ein rund 40 Hektar großes Gelände gekauft. Davon wird der Ingolstädter Automobilbauer zunächst etwa 27 Hektar erschließen. Neben einem Presswerk mit Transferpressen und Fertigungslinien für formgehärtete Karosserieteile sowie einer mechanischen Bearbeitung von Fahrwerkkomponenten wird dort ab 2013 eine Aluminium-Druckgießerei eröffnet.
Am Audi-Standort Ingolstadt werden immer mehr unterschiedliche Fahrzeug-Modelle gefertigt. Waren es 2005 „nur" die Audi A4 Limousine, der A4 Avant, der Audi A3 und A3 Sportback, so sind bis heute die Modelle Audi A5 Coupé, A5 Sportback, Audi A4 Allroad und Audi Q5 hinzugekommen. Hierdurch steigt der Bedarf an Produktions- und Logistikfläche enorm – und das trotz höherer Effizienz in der Fertigung. Zur Entlastung richtet Audi daher eine weitere Produktionsstätte ein.
Der Industriepark Münchsmünster ist hierfür der richtige Standort. Dafür spricht die Nähe zum Werk genauso, wie die vorhandene Infrastruktur. „Die strategische Investition in Münchsmünster ist ein Baustein unserer Wachstumsstrategie. Sie ermöglicht uns, die bestehenden Standorte zu entlasten und im Umfeld Flächen für Zukunftstechnologien zu nutzen", sagt Audi Produktionsvorstand Frank Dreves.
Auf dem neu erworbenen Gelände entsteht eine Halle, in der Fahrwerkkomponenten mechanisch bearbeitet werden. Mit dem Aufbau einer Aluminium-Druckgießerei erweitert Audi zudem seine Kompetenz auf diesem wichtigen Gebiet. „Druckguss-Komponenten sind ein zentrales Element unserer Leichtbaustrategie. Eine eigene Druckgießerei ermöglicht uns, die dafür notwendige Technologie weiterzuentwickeln und die Versorgung mit Aluminium-Druckgussteilen nachhaltig sicher zu stellen", betont Dreves. Zudem plant Audi die Fertigung von Blech- und Warmform-Teilen. In diesen Bereichen wird der Automobilhersteller sein Fertigungs-Knowhow weiter ausbauen. Dabei setzt er auf zukunftsweisende Technologien und Prozesse, die sich durch hohe Leistungsfähigkeit und Ressourcenschonung auszeichnen.
Die Erschließung des Grundstücks startet 2012. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2013 sollen in Münchsmünster die ersten Fertigungsbereiche ihren Betrieb aufnehmen.



