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Das Erbe der Wittelsbacher - Mitten in Bayern

- Landesfestung Ingolstadt, Turm Triva im Klenzepark
Von Herzögen, Pfalzgrafen und Königen...
Auch wenn heute das bayerische Königshaus der Wittelsbacher vor allem mit der Landeshauptstadt München in Verbindung gebracht wird, so befinden sich seine Wurzeln doch in der Region IngolStadtLandPlus. Das Klostergut Scheyern liegt auf dem Areal der ehemaligen Stammburg der Grafen von Schyren, dem späteren bayerischen Herrscherhaus der Wittelsbacher.
In Ingolstadt entstand 1392 das Teilherzogtum Bayern-Ingolstadt, das für die folgenden Jahrzehnte zum Zentrum der bayerischen Entwicklungsgeschichte wurde. Noch heute zeugen die markanten Türme des Münsters sowie das Neue Schloss von der einstigen Pracht der Herzöge. Die Bedeutung der Stadt zeigt sich auch in der Gründung der ersten bayerischen Landesuniversität im Jahr 1472 in den Räumlichkeiten der Hohen Schule.
In Ingolstadt finden sich aber auch die beeindruckenden Reste der bayerischen Festungsgeschichte. Neben der Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen und den Bastionen der Renaissancefestung sind es vor allem die Bauwerke der Bayerischen Landesfestung, die den Besucher in seinen Bann ziehen. Vom Reduit Tilly am südlichen Brückenkopf bis zu den Kavallieren und Torbauten im Norden der Stadt prägen die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Bauten der einstigen Landesfestung noch heute das Gesicht der Stadt.
Ebenfalls dem Wittelsbacher Geschlecht entstammt Pfalzgraf Ottheinrich von Pfalz-Neuburg. Das Residenzschloss Neuburg an der Donau sowie das Jagdschloss Grünau, vor den Toren der Stadt belegen noch heute die Größe und Macht des Fürsten. Neben diesen Bauwerken hinterließ er mit der Ottheinrich-Bibel eine der kostbarsten Bilderhandschriften der Welt. Auf seiner Reise nach Prag, Krakau und Berlin im Jahr 1536/37, bei der er eine ausstehende Mitgift beim polnischen König einforderte, ließ er von den einzelnen Etappenorten Bilder anfertigen. Viele dieser Stadtansichten gelten als die ersten bildhaften Darstellungen dieser Orte.
Ein weiteres Erbe der Wittelsbacher finden Sie in jedem Schluck Bier, das Sie zur Erfrischung auf Ihrer Tour durch die Region genießen. Denn was wäre das Bayerische Bier ohne dem Bayerischen Reinheitsgebot, das am 23. April 1516 in Ingolstadt von Herzog Wilhelm IV. erlassen wurde. Es gilt als das älteste heute noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt. Jedes Jahr wird mit dem Fest zu Georgi dieser Tradition gedacht, und jeder kann sich bei einem Besuch in einem der zahlreichen Wirtshäuser oder Klosterstüberl in der Region von der fortwährenden Qualität dieses Reinheitsgebots überzeugen, das lediglich Gerste, Wasser und Hopfen für den Brauprozess zulässt. Für den Hopfen ist in der Region reichlich gesorgt. In der Hallertau befindet sich das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Informationen über dieses Agrarkulturerbe erhalten Sie im Hopfenmuseum in Wolnzach.
- Kloster Scheyern
- Altstadt Ingolstadt
- Residenzschloss Neuburg
- Jagdschloss Grünau
- Landesfestung Ingolstadt
- Hopfenmuseum Wolnzach


