Schlösser- und Residenzen-Tour

Die Fürstbischöfliche Residenz in Eichstätt
Das Residenzschloss in Neuburg an der Donau
Kloster Scheyern

Eine traumhafte Kultur-Tour mitten in Bayern zu prächtigen Residenzen von Fürsten und Fürstbischöfen

Los geht es in Eichstätt, der traditionsreichen Bischofsstadt. Bei einer halbstündigen Führung taucht man ein in den barocken Prunk der ehemals Fürstbischöflichen Residenz. Das Treppenhaus ist ein Werk Mauritio Pedettis, dem letzten Eichstätter Hofbaudirektor. Auf Sockel gestellte Putten, die die vier Elemente darstellen, begleiten den Anstieg ins zweite Obergeschoss. Sie stammen wie die Stuckaturen von Johann Jakob Berg. Das Prunkstück der Eichstätter Residenz ist der Spiegelsaal im zweiten Obergeschoss.

Nur wenige Kilometer weiter zeigt Beilngries mit Schloss Hirschberg, wie harmonisch sich romantische, spätbarocke und moderne Architektur zusammenfügen. Bereits von 1305 bis 1806 im Besitz der Eichstätter Fürstbischofe dient es heute als Bildungs- und Exerzitienhaus.

Auf der Weiterfahrt nach Altmannstein lohnt sich ein kurzer Abstecher: Burg Prunn bei Riedenburg gilt als eine der schönsten Burgen Süddeutschlands. Schloss Hexenagger bei Altmannstein ist in Privatbesitz und öffnet seine Pforten nur für Veranstaltungen wie die exklusive Verkaufsausstellung "Garten & Natur" oder den bekannten Weihnachtsmarkt mit Lichterzauber. Für Hochzeiten oder Tagungen sind die edlen Räumlichkeiten jederzeit buchbar.

Das Neue Schloss in Ingolstadt ist aus heutiger Sicht gar nicht mehr neu: Bereits 1418 legte Ludwig der Gebartete den Grundstein für die Neue Veste, in deren Zentrum sich eindrucksvoll das Neue Schloss als einer der bedeutensten gotischen Profanbauten Deutschlands erhebt. Es beherbergt das Bayerische Armeemuseum: historische Waffen, Rüstungen und Zinnfiguren. In über 35 Räumen findet der Besucher militärische Zeugnisse aus einem halben Jahrhundert, wobei die eindrucksvolle Innenarchitektur zum zusätzlichen Erlebnis beim Rundgang wird.

Nun kann man sich entscheiden - zu einem Abstecher zum Benediktinerkloster Scheyern oder zur direkten Weiterfahrt nach Neuburg an der Donau. Wer sich für das Kloster Scheyern entscheidet, freut sich nicht nur auf eine stärkende Rast im gemütlichen Klosterbiergarten: Mit dem Kloster Scheyern besichtigt man die ehemalige Stammburg der Grafen von Schyren und damit des späteren bayerischen Königsgeschlechts der Wittelsbacher. Seit 1180 ist das Kloster im Besitz einer Reliquie des Heiligen Kreuzes. Klosterbibliothek und Sakristei gelten als Kleinodien des Barock.

Ein Renaissance-Schloss mitten im Auwald erlebt man kurz vor Neuburg an der Donau: Das Jagdschloss Grünau ist ein schönes Beispiel der deutschen Frührenaissance und wurde zwischen 1530 und 1555 als "Alter Bau" und "Neuer Bau" errichtet. Der Turm des "Alten Bau" erstrahlt mit bunt glasierten Ziegeln. Seit 2008 beherbergt Schloss Grünau das Aueninformationszentrum Neuburg mit einer Dauerausstellung zur Auenökologie. Die Staatsgalerie Flämische Barockmalerei krönt das letzte Ziel dieser Tour: Die Grünauer Straße verbindet das Jagdschloss des Pfalzgrafen Ottheinrich mit seiner Residenz auf dem Neuburger Altstadthügel über der Donau.

Die Gemäldegalerie des zauberhaften Renaissanceschlosses glänzt mit Kunst von Weltruhm. Peter Paul Rubens hatte auf Bestellung Wolfgang Wilhelms von Pfalz-Neuburg drei Altargemälde für die Hofkirche in Neuburg angefertigt. Die beiden Seitenaltäre mit der "Anbetung der Hirten" und der "Ausgießung des Hl. Geistes" sind heute mit anderen Werken des Barock im Großen Saal der Galerie zu sehen.

 

Gesamtlänge

  • 246 km

 

 


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